Ab der Sommersonnenwende Ende Juni wird es auf der Nordhalbkugel wieder früher dunkel, und auch die Sonne geht später auf – auch wenn wir das erst einige Monate später wirklich merken. Doch spätestens im September wird der Unterschied deutlich: Im Verlauf dieses Monats verschiebt sich der Sonnenaufgang um etwa eine Dreiviertelstunde nach hinten, in Deutschland je nach Lage der Stadt auf zwischen 7:06 Uhr (Berlin) und 7:32 Uhr (Köln).
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Kommen dann noch Nebel, Regen, schlechte Beleuchtung oder Baumbestand hinzu, kann der morgendliche Schulweg schnell düster und somit gefährlich werden. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Ihre Kinder anschaulich die Wirksamkeit und Notwendigkeit der richtigen Kleidung und Hilfsmittel begreifen, um sicher zur Schule und durch den Straßenverkehr zu kommen.
Inhalt
3. Maßnahmen für mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr
3.1 Die richtige Kleidung in der Dunkelheit
3.2 Weitere Hilfsmittel, um sichtbar zu werden
3.2 Verkehrserziehung für Kinder
4. Der sichere Weg zur Schule
4.1 Der Schulweg zu Fuß
4.2 Sicher zur Schule auf dem Rad
4.3 Mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto zur Schule
Kinder im Straßenverkehr
Ob zu Fuß, auf dem Fahrrad oder im Auto: Überall herrscht Verkehr, und somit lauern vor allem für Kinder überall Gefahren.
Das liegt an mehreren Faktoren:
- Kinder sind kleiner und werden so nicht nur schneller übersehen, sondern können die Lage auch schlechter überblicken
- Kinder bewegen sich impulsiver als Erwachsene, sind öfter abgelenkt, laufen vielleicht nicht schlicht geradeaus, rennen plötzlich los, schubsen sich und geraten auf die Fahrbahn
- vor allem junge Kinder sind mit den Straßenverkehrsregeln noch nicht (ausreichend) vertraut
- erst im Alter ab 7 Jahren erkennen Kinder vorausschauend Gefahren
- das Gefahrenbewusstsein entwickelt sich innerhalb der nächsten Jahre und ist oft erst mit 14 Jahren ausgereift
Kombiniert mit unaufmerksamen Fahrern, Baustellen, Staus oder zu schnell fahrenden Fahrzeugen steigt das Risiko erheblich; so eben auch bei Dunkelheit und allgemein schlechteren Sichtverhältnissen.
Umso wichtiger ist es, möglichst viele Gefahren im Vorfeld zu dezimieren, z. B. durch Verkehrserziehung, umsichtiges Verhalten und reflektierende Kleidung.
Zahlen zu Verkehrsunfällen mit Kindern
Im Jahr 2025 verunglückte im Durchschnitt alle 18 Minuten ein Kind unter 15 Jahren im Straßenverkehr. In der Summe waren das rund 29.000 Kinder. Glücklicherweise starben nur 74 von ihnen, allerdings waren 30 von ihnen weniger als 6 Jahre alt.
34 % der verunglückten Kinder waren auf dem Fahrrad unterwegs, 31 % im Auto, 20 % zu Fuß. Differenziert man nach Alter, verunglücken die unter 6-Jährigen zu 55 % im Auto, während 6- bis 14-Jährige zu 39 % auf dem Rad, zu 26 % im Auto und zu 19 % als Fußgänger verletzt oder getötet werden.
Logischerweise wird diese Altersgruppe der Schulkinder vorwiegend während des Schulwegs in Unfälle involviert, vor allem zwischen 7 und 8 Uhr, wenn es je nach Jahreszeit noch dunkel ist. Nach Schulschluss, also auf dem Nachhauseweg, sieht man weitere Anstiege.
Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_N055_46241.html
Sichtbarkeit im Dunkeln
Dunkelheit und Dämmerung, Schnee, Regen, Nebel oder blendendes Licht: In der Dämmerung verringert sich unsere visuelle Wahrnehmung um ganze 70 – 80 %. Bei Dunkelheit sind es sogar 95 %.
Somit können Autofahrer Fußgänger, vor allem Kinder, aber auch Radfahrer, leicht zu spät sehen. Die Unfallgefahr für Fußgänger ist bei Dunkelheit dreimal höher – und bis zu zehnmal höher, wenn Gegenlicht und schlechte Witterung hinzukommen. Es ist vor allem auch wichtig, dass die Kinder selbst verstehen, wie sie ihre eigene Sichtbarkeit verbessern können, indem sie Reflektoren benutzen und aufmerksam bleiben.
Dafür gibt es im Internet einige geeignete Videos, die die Sichtbarkeit von dunkler und heller Kleidung sowie reflektierender Materialien und Accessoires eindrucksvoll verdeutlichen – aus Perspektive der Autofahrer. Die Kinder erfahren die Wirkung verschiedener Farben und lernen Hilfsmittel kennen, die sie sichtbar und sicher machen.
Auch in einem dunklen Raum forschen die Kinder selbst zur Sichtbarkeit: Mit einer Taschenlampe leuchten sie verschiedenfarbige Kleidungsstücke sowie mit Reflektoren versehene Gegenstände an und vergleichen die Wirkung.
Maßnahmen für mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr
Da Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, ist es ratsam, sich nicht nur auf eine Schutzmaßnahme zu verlassen. Wer in heller Kleidung umsichtig unterwegs ist, aber auf Reflektoren verzichtet, ist nicht sicher. Gleiches gilt für jemanden, der in reflektierender Kleidung aus der Deckung einer Hausecke auf einen Zebrastreifen rennt oder auf die Straße geschubst wird.
Die Mischung macht es also, wie so oft. Dazu gehört nicht nur das Erkennen der Notwendigkeit bestimmter Kleidung oder Verhaltensregeln, sondern bei letzteren auch das Einüben – am besten in der Gruppe und gemeinsam mit Begleitpersonen.
Die richtige Kleidung in der Dunkelheit
Wie die Logik uns vermuten lässt, sieht man helle Kleidung im Dunkeln besser als Blau, Grau und Schwarz, was daran liegt, dass helle Farben das (wenige) Licht reflektieren, anstatt es zu absorbieren. Trotzdem ist der Unterschied zwischen dunkler und heller Kleidung viel geringfügiger, als man erwarten würde.
Dunkle Kleidung wird im Abblendlicht in 20 – 30 m Entfernung wahrgenommen, helle Kleidung in einer Distanz von 40 bis 50 m.
Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h und somit einem Bremsweg von ca. 25 m ist das immer noch zu knapp, da der Reaktionsweg von 15 m noch hinzukommt. Und diese 40 m Anhalteweg gelten nur für eine ebene, unverschmutzte, nicht glatte Fahrbahn und tadellose Bremsen, die beherzt und sofort durchgetreten werden.
Warnwesten, reflektierende Streifen an Mützen, Helmen, Schultasche und Schuhen sowie Reflektoren an Fahrrädern machen hingegen den entscheidenden Unterschied: Der Träger kann schon aus einer Distanz von 140 – 160 m erkannt werden.
Weitere Hilfsmittel, um sichtbar zu werden
Warnwesten und Reflektoren sind folglich unerlässlich für Sichtbarkeit und Sicherheit in Dämmerung und Dunkelheit. Es gibt Ranzen, Jacken, Schuhe, Helme, Mützen, Anhänger und Aufkleber mit reflektierenden Elementen, aber auch Reflektorstreifen, die unkompliziert an Kleidung und sonstigen Utensilien angebracht werden können.
Das ist vor allem für die Seitenteile der Kleidung wichtig, damit die Kinder auch im Profil, wenn sie eine Straße überqueren, bestmöglich gesehen werden.
Tipp: Auch für Reflektoren gilt: Hell schlägt Dunkel. Lassen Sie die Kinder in kleinen Experimenten selbst herausfinden, dass man weiße oder gelbe Reflektoren deutlich besser sieht als rote oder blaue.
In unserem Onlineshop finden Sie Kinder-Warnwesten mit umlaufenden Reflexstreifen, damit die Kinder in der Dunkelheit schon aus sicherer Entfernung von motorisierten Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden.
Das ist nicht nur für den Schulweg praktisch und wichtig, sondern auch für Ausflüge und in der Freizeit. Dank des Reißverschlusses sind die Westen schnell an- und ausgezogen.
Verkehrserziehung für Kinder
Wer sich auf der Straße bewegt, muss auch als Fußgänger die wichtigsten Verkehrsregeln kennen. Für Rad- oder Rollerfahrer gilt das umso mehr, und noch bedeutender ist es für E-Scooter-Nutzer, die mindestens 14 Jahre alt sein müssen.
Im Idealfall üben die Kinder vor Schulbeginn den Schulweg mit ihrer Familie, sodass sie mit den Gegebenheiten vertraut sind. Vor allem innerhalb der ersten Monate gehen die meisten Kinder nicht allein zur Schule, sondern werden gebracht oder begleitet.
Doch später, wenn sie sicherer und auch selbstbewusster werden, spricht nichts dagegen, wenn sie alleine losstiefeln oder -radeln. Dafür müssen sie allerdings auch die Gefahren kennen und bestimmte Situationen richtig einschätzen können.
Wichtige Aspekte sind beispielsweise:
- Betrete ich einen Zebrastreifen, wenn ich sehe, dass sich ein Fahrzeug ungebremst nähert?
- Fahre ich mit dem Rad über einen Zebrastreifen oder renne ich über ihn hinweg? Habe ich als Fußgänger dort immer Vorfahrt?
- Kabbel ich mich mit Freunden am Straßenrand oder kicke einen Ball – und laufe ihm auf die Straße hinterher?
- Renne ich hinter einem Bus oder einer Bahn über die Straße?
- Wie verhalte ich mich bei schlecht einsehbaren Einfahrten?
- Öffne ich beim Aussteigen die Autotür, ohne auf Verkehr und Passanten zu achten?
- Wie und wo überquere ich eine Straße ohne Ampel?
- Wo darf ich mit dem Fahrrad fahren? Welche Ausrüstung schützt mich? Wie sieht ein verkehrstüchtiges Fahrrad aus?
Besprechen Sie also gern solche und ähnliche Situationen gemeinsam, vielleicht anhand von Bildern, praktisch auf dem Verkehrsübungsplatz oder unter Hinzuziehung eines Experten, beispielsweise vom ADAC.
Natürlich gehört dazu auch, dass die Kinder die wichtigsten Verkehrszeichen kennen. Mit unserem Verkehrszeichen-Satz für die Tafel oder dem Verkehrsübungs-Set gelingt das spielend.
Der sichere Weg zur Schule
Egal ob die Kinder zu Fuß, per Rad oder Roller, im Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule gelangen: In jedem Fall sind sie Verkehrsteilnehmer und müssen daher andere Verkehrsteilnehmer einkalkulieren.
Jeder Schulweg ist anders, verfügt über unterschiedliche Verkehrsanbindungen und ist mal besser, mal schlechter mit einem bestimmten Verkehrsmittel zu erreichen.
Tipp: Überlegen Sie gern gemeinsam mit den Eltern, am besten noch vor der Einschulung, welche Möglichkeiten infrage kommen. So haben die Kinder auch die Möglichkeit, schon vor Schulbeginn den Weg zu üben – und die Familien mehr Zeit, um sich zu organisieren.
Der Schulweg zu Fuß
Gerade in den ersten Schuljahren werden viele Kinder noch zur Schule begleitet oder gebracht. Und das ist auch gut so. Statt für Kurzstrecken das Auto zu nutzen und vor der Schule für ein nicht ungefährliches Verkehrschaos zu sorgen, ist der Weg zu Fuß manchmal die bessere Option.
Tipp: Größere Gruppen fallen immer mehr auf als einzelne Personen oder Kinder. Daher ist der Laufbus eine tolle Alternative für die dunklen Jahreszeiten: Mehrere Bezugspersonen finden sich für den Schulweg zu einer Strecke zusammen, auf der einzelne Kinder nacheinander zu Hause abgeholt werden. Auch die jährlichen bundesweiten Aktionstage «Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten« im September greifen dieses wichtige Thema auf.
Voraussetzung ist natürlich, dass alle Kinder pünktlich und auch die Begleitpersonen verlässlich sind. Es kann ein paar Tage dauern, bis sich das einpendelt, und vielleicht müssen Strecke und Stationen im Nachhinein noch optimiert werden. Aber wenn es dann einmal läuft, lohnt es sich für die nächsten Jahre.
Sicher zur Schule auf dem Rad
Bis zum Alter von 8 Jahren müssen Kinder auf dem Gehweg fahren. Sind sie zwischen 8 und 10 Jahre alt, dürfen sie selbst entscheiden, ob sie auf den Bürgersteig oder die Straße nutzen. Danach müssen sie wie Erwachsene auf der Straße fahren, es sei denn, die Strecke gilt als gefährlich oder ist durch eine Baustelle blockiert.
Ein Helm ist auf jeden Fall eine gute Idee, auch wenn in Deutschland keine Helmpflicht für fahrradfahrende Kinder gilt. Des Weiteren sind Rückstrahler und Reflektoren notwendig, um das Rad verkehrssicher zu machen.
Bestimmt besitzen Sie bereits tolle Materialien zur Verkehrssicherheit auf dem Fahrrad. Auch im Internet finden Sie diverse Arbeitsblätter und Bilder, anhand derer Ihre SuS lernen, welche Elemente die Sicherheit dieses Fortbewegungsmittels ausmachen. So steht der erfolgreichen Fahrradprüfung nichts im Wege.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto zur Schule
Auch wenn die Kinder Bus oder Bahn nutzen oder von ihren Eltern im Auto zur Schule gebracht werden: Irgendwann müssen sie das Verkehrsmittel verlassen, vielleicht noch eine Straße überqueren, und es gibt ja auch noch den Heimweg, der vielleicht zu Fuß bewältigt wird.
Daher schadet es auch an dieser Stelle nicht, die Grundregeln des Straßenverkehrs zu kennen und auf gut sichtbare Kleidung zu achten. Denn so sind Ihre Kinder und auch Sie auf der sicheren Seite, wenn ein Ausflug oder Spaziergang ansteht.
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Das Verkherssichere Fahrrad
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XXL Verkehrsset
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Ampel
Lesestoff
- Verkehrssicherheit: Programme für Kinder und Jugendliche in NRW:
https://www.adac.de/der-adac/regionalclubs/nrw/verkehrssicherheit-nrw-kinder/
- Sichtbarkeit von Kindern im Straßenverkehr, 01.09.2026:
https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/kindersicherheit/schulweg/sichtbarkeit-strassenverkehr/
- Straßenverkehr: Tipps für mehr Sichtbarkeit, 24.11.2025:
https://auva.at/blog/mach-dich-sichtbar/
- Mitmachen: Präventionsprogramm KiS unterstützt die Verkehrssicherheitsarbeit in Kitas:
https://www.kinderkinder.dguv.de/kinder-im-strassenverkehr-schuetzen/
- Verkehrssicherheit für Kinder:
https://landesverkehrswacht-nrw.de/unsere-themen/fuer-die-juengsten/ - Sander, Gerit, Stein, Heike: Sichtbarkeit im Dunkeln – wichtiges Thema im Sachunterricht der Grundschule, 27.10.2023 (mit Videos und Materialien):
https://grundschul-blog.de/sichtbarkeit-im-dunkeln-verkehrserziehung/ - So sind Kinder bei Dunkelheit sicher unterwegs, 03.11.2025:
https://www.swissmom.ch/de/familie/sicherheit-im-freien/sicher-unterwegs-im-dunkeln-17229
- Träger, Claudia: Der Herbst kommt: Die Tage werden jetzt immer schneller kürzer und dunkler, 12.09.2025:
https://www.wetter.de/wettermeldungen/wetter-panorama/fruehe-dunkelheit-im-herbst-wie-tageslaenge-und-jahreszeiten-mit-der-schiefen-erdachse-zusammenhaengen-id6654753.html
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